{"data":{"sectionBodenJson":{"subSurface0":"Hier in Bitterfeld lud die Chemieindustrie bis 1990 auf einer Fläche von 1.300 Hektar tonnenweise Giftmüll ab, meist in alten Braunkohlegruben direkt neben den Siedlungen. Bitterfeld, das ist einer der größten Grundwasserschäden Deutschlands. An einigen Stellen findet sich die höchste messbare Konzentration an Umweltgiften.","subSurface5":"Keller dürfen hier nur mit großer Vorsicht gebaut werden. Im Chemiepark wird sogar ganz davon abgeraten.","subSurface16":"Die Grube Johannes, heute nur bekannt als Silbersee, war die Deponie der Filmfabrik Wolfen – und umgeben von Wohnhäusern. In bis zu 16 Metern Tiefe steckt in 2,1 Mio. m³ Schlamm ein bunter Mix von Schwermetallen.","subSurface20":"Die Deponie Grube Antonie ist bis zu 20 Meter tief – und besonders problematisch, weil undicht. Hier, wo das Grundwasser durchfließt, liegen 70.000 Tonnen hochgiftige Kohlenwasserstoffe und Reste der Giftstoffe Lindan und DDT.","subSurface30":"50 Pumpen fördern jedes Jahr rund 2 Mio. m³ Grundwasser aus bis zu 30 Metern Tiefe, um es zu reinigen. Ergebnis: 100 Tonnen Schadstoffe pro Jahr. 200 Mio. m³ Grundwasser warten noch auf ihre Sanierung. Geschätzte Kosten: über 2 Mrd. Euro.","subSurface50":"An der Oberfläche soll es kaum noch eine Gefahr für die Bewohner geben. Doch bis heute kommt das Bitterfelder Trinkwasser aus dem Harz.","subSurface70":"50 bis 70 Meter unterhalb Bitterfelds gibt es eine Schicht aus Ton. Bis hier ist der Boden verseucht. Laut Experten ist Bitterfelds Untergrund kaum zu sanieren – zu viele verschiedene Schadstoffe in zu großer Tiefe. Die Sanierung ist eine Aufgabe für Generationen."}}}