{"data":{"sectionLandwirtschaftJson":{"treemap":[{"text":"Die meisten Bestände der sogenannten häufigen Feld- und Wiesenvogelarten sind heute kleiner als 1990, verbunden mit weniger Insekten, Feldhamstern und Hasen. Woran das liegt, lässt sich nirgends besser verstehen  als in Ostdeutschland, denn nur hier lassen sich zwei Wirtschaftsweisen im kurzen Zeitabstand vergleichen."},{"text":"Die DDR musste sich noch weitgehend selbst versorgen. So wurden neben Getreide auch vielfältige Futterpflanzen, Kartoffeln und Rüben angebaut. Die Pflanzenvielfalt sorgte für Artenvielfalt. Außerdem waren Feldarbeit und eingesetzte Maschinen weniger effizient und präzise, Feldränder blieben offener für die Tierwelt."},{"text":"Das änderte sich ab 1990 schlagartig. Die DDR-Landwirtschaft wurde nach westlichem Bedarf umgebaut und auf Effizienz getrimmt: mehr Weizen, mehr Raps und weniger vielfältige Ackerpflanzen. Dem gegenüber startete immerhin eine Förderung von Brachflächen, die vielen Insekten- und Vogelarten zunächst zugutekam."},{"text":"Doch heute zeigen sich die Folgen unserer Agrarpolitik. 2007 endete die Brachflächenförderung der EU, gleichzeitig wurden Energiepflanzen für Biosprit gefördert. Was gut fürs Klima sein soll, schadet aber gleichzeitig der Artenvielfalt. Raps, Mais und Weizen, in immer kürzeren Abständen angebaut, bieten kaum noch Lebensraum für Tiere. So führen Monokulturen und immer engere Fruchtfolgen zum Artensterben.\n\nAuch die Probleme mit Gülle, Düngemitteln und Pestiziden sind noch nicht vollständig gelöst. Sie gelangen über den Regen ins Grundwasser, von wo ein Großteil unseres Trinkwassers entnommen wird."}]}}}